TSV–Mitgliederversammlung – Fusion oder Kooperation?

Vereinsfusion und Neuwahlen waren die Hauptthemen der Mitgliederversammlung

Die Frage, Fusion oder Kooperation mit einem oder mehreren anderen Vereinen, war, neben gravieren Änderungen bei den Neuwahlen, das Hauptthema bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des TSV Wasseralfingen in der vereinseigenen Sporthalle. Entgegen seiner letztjährigen Ankündigung, das Amt des ersten Vorsitzenden zu beenden, erklärte sich Vorsitzender Franz Seibold bereit, nochmals ein Jahr das Vereinsschiff zu lenken.

IMG_23642014 war für den TSV wieder ein gutes und erfolgreiches Jahr, eröffnete Seibold seinen Bericht. Nach längerem Anlauf ist es gelungen, einen Förderverein zu gründen. Ein Glückgriff war, mit Massimo Cantatore einen neuen Pächter für die TSV-Vereinsgaststäte zu finden. Für die Sanierung von Gaststätte, Küche und Wohnung mussten 40.000 € investiert werden. Gemeinsame Zielsatzung für die nächsten Jahre wird es sein, die bisherige Vorstandschaft durch jüngere Mitglieder zu ersetzen; der Umbau und Umbruch ist bereits in die Wege geleitet.

In Sachen Sportunion habe der TSV bereits reagiert und Gespräche wegen einer Fusion mit dem MTV Aalen und dem Hockeyclub Suebia geführt. „Eines muss klar sein, dass es künftig nur noch funktionieren kann, wenn wir uns bündeln und mit anderen Vereinen früher oder später eine Fusion bilden“, machte Franz Seibold deutlich. Nur mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter oder Geschäftsführer lassen sich künftig die Alltagsaufgaben im Verein lösen. Durch den demografischen Wandel gebe es immer weniger Kinder und Jugendliche, „wir müssen uns auf diesem Gebiet etwas einfallen lassen“, so der Vorsitzende. Bei einer Klausurtagung im letzten Jahr hat die Vorstandschaft von den Abteilungen den Auftrag in Richtung Fusionsvorgespräche erhalten. Es gehe nicht nur um räumliche Erweiterungen, sondern auch um die Erweiterung des Sportangebots. Ein hierzu erarbeiteter Leitfanden über die weitergehende Zusammenarbeit zwischen TSV und dem MTV Aalen lag der Versammlung vor.

IMG_2367Als kleiner Wirtschaftsbetrieb stellen sich die Vereinsfinanzen dar, so Kassier Willi Sorg in seinem letztmals abgegeben detaillierten Bericht. Nach 27 Jahren beendet er diese Tätigkeit. Der von ihm abgegebene Finanzbericht umfasste den ideellen Bereich, die Vermögensverwaltung, den Zweckbetrieb und den wirtschaftlichen Geschäftsbereich. Eingehend setzt sich Sorg mit dem Begriff und Inhalt des „Ehrenamts“ auseinander. Die tadellose Kassenführung wurde von Walter Seiler und Irene Römer bestätigt.

In seinem umfassenden Bericht listete dritter Vorsitzender und Sportkoordinator Karl-Heinz- Vandrey nochmals die verschiedenen Veranstaltungen, die vom TSV durchgeführt wurden, oder an denen er beteiligt war, auf. Was die Vereinskooperation oder –Fusion anbelangt wurden bereits zahlreiche Gespräche geführt und Sitzungen abgehalten. „In dieser Sache wollen wir erster Ansprechpartner in der Region sein“, so seine unmissverständliche Feststellung. Von der Versammlung wird daher das Placet für das weitere Vorgehen erbeten. Es sollte alles, ohne ein großes Risiko, zur Disposition gestellt werden. Auf die Frage aus der Versammlung zum Sportzentrum stellte Vandrey fest, dieses soll ein Mittelpunkt sein, letztendlich aber nur ein elementarer Teil. „Wir wollen den Breitensport fördern, letztendlich aber den Leistungssport nicht beiseite stellen“. Alles kann nur gelingen, wenn wir uns weiter aufstellen, innerhalb kurzer Zeit könne dies aber nicht verwirklich werden. Aus der Versammlung wurde dies mehrheitlich bestätigt. Mit großer Stimmenmehrheit beauftragte die Versammlung die Vorstandschaft, weitere Fusionsgespräche zu führen.

In seinem Grußwort bestätigte Simon Michler, als Vertreter der Stadt, dass der TSV gut aufgestellt ist. Der Sportentwicklungsplan könne in Kürze dem Gemeinderat vorgestellt werden. Eine erfreuliche Aussage von Michler: „Der Fortbestand der Braunenbergschule ist auf unbestimmte Zeit gesichert. Das Vereinssportzentrum im „Spiesel“ müsse erhalten bleiben, machte Ortsvorsteherin Andrea Hatam deutlich. Als verlässlichen Partner stellte Stadtverbands-Vorsitzender Holger Szczegulski den TSV heraus, ohne den viele Veranstaltungen fast nicht denkbar wären.

Der von Andrea Hatam beantragten Entlastung wurde ohne Einwendungen entsprochen.

Bei den Wahlen erhielt Franz Seibold für ein weiteres Jahr als erster Vorsitzender das Vertrauen. Ebenfalls für ein Jahr ist Karl-Heinz Vandrey zweiter Vorsitzender. Neuer dritter Vorsitzender Martin Dahm, Kassiererin Christine Vandrey (beide für zwei Jahre), Schriftführerin Kathrin Bürgermeister (ein Jahr), Techn. Leiter Jürgen Heberling, Veranstaltungsleiter Alfred Schort, Beisitzer Hans Dalferth, Karl Edlinger und Wilhelm Schiele, Kassenprüfer Irene Römer und Walter Seiler (alle für zwei Jahre).

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

25 Jahre: Anja Cervinka, Gabriele Ebert, Michael Egner, Christel Knörzer, Gisela Kratky, Vinzenz Kurz, Jens Probst, Ursula Victoor

40 Jahre: Horst Bienert, Helene Erhardt, Josef Funk jun., Harald Gücklhorn, Margaret Knotz, Stefan Knotz, Irene Römer, Christine Rossow, Edgar Weiss, Beate Weissenburger

50 Jahre: Heinrich Graule , Irene Klotzbücher

60 Jahre: Hubert Deininger, Walter Neukamm, Max Riedemann, Josef Schneider jun., Franz Seibold

65 Jahre: Luise Höflacher, Siegfried Höflacher, Helga Peschel, Eckhard Röth

70 Jahre: Paul Fürst

75 Jahre: Walter Adams, Hans Teufel

Mit der bronzenen Gau-Ehrennadel zeichnete Bernhard Elser, stellvertr. Vorsitzender des Turngaus Ostwürttemberg aus:

Kurt Wengert, Ralf Trinkhaus, Franziska Thum, Simon Sommer, Lea Palme, Rita Merkle, Lorena Lenz, Thomas Gödde und Jennifer Barth.

Die bronzene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes erhielt Susanne Lenz.

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