TurnGala 2015 “Erlebe den Rhythmus”

Mut bewiesen – erstmals in Aalen zwei TurnGala-Aufführungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERA         Gehen wir das Risiko ein, erstmals zwei Aufführungen der TurnGala am Neujahrstag in der Ulrich-Pfeifle-Halle anzubieten? Eine Frage die in der TSV-Vorstandschaft eingehend diskutiert wurde. Erforderlich wurde die Überlegung insbesondere, da für verschiedene Darbietungen eine größere Vorführfläche benötigt wurde, was unterm Strich eine Reduzierung der Sitzplätze bedeutete. Und der Mut wurde honoriert. Die beiden Veranstaltungen um 14.00 und 18.30 Uhr waren mit insgesamt 2.900 Zuschauern ausverkauft.

Über diesen Erfolgt konnte TSV-Vorsitzender Franz Seibold nicht nur strahlen, sondern er war auf sein großes Helferteam, das zum Teil über mehrere Tage im Einsatz war, stolz. Im Kreis der 14 TurnGala-Städte gehört Aalen seit dem 01. Januar 2015 zu den fünf Veranstaltungsorten, in denen zwei Veranstaltungen stattfinden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA         Die 16. TurnGala des Schwäbischen und Badischen Turnerbundes, für die in bewährter Weise wieder Harald Stephan Regie führte und durch die von SWR4-Moderator Michael Branik kurzweilig geführt wurde, bot allerhöchste Qualität was in Turnen, Gymnastik und Sport unter dem Motto „Erlebe den Rhythmus“ geboten wurde. Atemberaubende Höchstleistungen, fesselnde Akrobatik, mit Witz und Charme von den Protagonisten geboten, riss die Besucher laufende zu frenetischem Beifall hin.

Dass beim TSV 1848 e.V. Wasseralfingen ausgezeichnete Nachwuchsarbeit geleistet wird zeigten die Bezirksliga-Turnerinnen mit ihrer Bewegungsschau. Die Kinder-Turngruppe mit 30 Mädchen bot eine Querschnitts-Demonstration mit verschiedenen Geräten. Der erste Beifallssturm war der Dank dafür, wie lange für diesen Auftritt geprobt, einstudiert und gefeilt worden war. Es hat bestens geklappt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Rope Skiping, Seilspringen, in höchster Vollendung, boten die Weltklasse-Athleten Felix Rühl, Markus Müller und Fabian Fischer. Vier Sportgymnastinnen des Nationalmannschaftszentrums Fellbach-Schmiden zweigten eine tolle Vorführung mit dem Band. Ungewöhnliche Turnformen mit dem Igluzelt präsentierten neun Männer des STB-BTB-Turnteams. Dem schloss Johannes Zeiss ein Power-Drums-Solo als Begleiter für acht tanzende „Ladies in red“ an.

Pavlo Stankevych zu beschreiben ist nicht ganz leicht;OLYMPUS DIGITAL CAMERA         einfach fantastisch. Sein Auftritt gehört zum Besten und Schwierigsten was weltweit zu sehen ist; filigran, kraftvoll, aber auch leicht und gefühlvoll. Als Weltcupgewinner im Trampolinspringen konnte Oliver Amann mit seinen Salti, Schrauben und Basketballwürfen die Besucher begeistern. Moderator Michael Branik wollte bei so viel Sport nicht hinten anstehen. Mit dem STB/BTB-Performance-Team versuchte er das Publikum zum Clubtanz „La Gym“ zu animieren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA         Nach der Pause folgte Höhepunkt auf Höhepunkt. Zunächst boten die Gymnastinnen des Nationalmannschaftszentrums Fellbach-Schmiden Einzeldarbietungen der rhythmischen Sportgymnastik. Wie die acht Turner des STB/BTB-Turn-Teams auf zwei hintereinander stehenden Barren das Märchen von „Schneewittchen und den sieben Zwergen“ präsentierten, quittierten die Besucher mit stürmischem Beifall. Tollkühne Kreise zog Oscar Kaufmann mit dem Cyro, dem einreifigen Rhönrad. Spektakuläre Trampolin-Basketballdarbietungen boten die fünf Ungarn „Lords of Gravity“, die in rasanter Folge mit Flügen und Sprüngen präzise den Ball zu passten, um ihn dann im nächsten Moment im Korb zu versenken – die Halle tobte.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einfach atemberaubend der Auftritt des Duos „You & Me“. Die Zuschauer verharrten in sprachlosem Stauen, wenn die zierliche Julia Palli aus der Ukraine ihre Wirbelsäule so weit nach hinten verbog, bis sie mit dem Kopf zwischen ihren Knien durchschaute. Genauso sensationell, wenn ihr zwei Jahre älterer, aus Moldawien stammender Partner Igor Gavva, auf dem Schienbein seiner auf dem Boden liegenden Julia einen Handstand machte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA         Auf zwei 16 Meter langen Tumbling-Bahnen beeindruckten zum Schluss fünf Polen, drei Dänen und vier Athleten des Turnteams mit Flick-Flacks, Salti und Schrauben, Maximum-Power und Akrobatik auf höchstem Niveau.

Minutenlange stehende Ovationen für ein 2 1/2 – stündiges Programm der Superlative am Schluss. Wie artikulierten sich die Besucher am Ende im Foyer der Ulrich-Pfeifle-Halle unter anderem: Umwerfend, phantastisch, einfach super, begeisternd, atemberaubend, allerhöchste Qualität… Die TSV-Verantwortlichen nahmen diesen verbalen Dank gerne entgegen.

Manfred Höflacher

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