Mitgliederversammlung 2013

Der TSV fordert von der Stadt einen Gerechtigkeitsausgleich

Die detaillierten Rechenschaftsberichte der drei Vorsitzenden und des Kassierers, zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und die Wahlen der Vereinsspitze waren die Hauptpunkte bei der Jahreshauptversammlung am 26. April.

1.Vorstand - Franz Seibold„Wir Turn- und Sportvereine sind heute dem Wandel der Zeit stark ausgesetzt und müssen uns laufend den neuen Anforderungen und Wünschen der Mitglieder stellen“, eröffnete erster Vorsitzender Franz Seibold seinen Rückblick auf 2012. Die Zielgruppen wandeln sich und der „Markt Sport“ wird in allen Bereichen stärker umkämpft sein. Mit den Investitionen in seine Sportstätten habe der TSV rechtzeitig den richten Schritt gewagt um gerüstet zu sein.

In diesem Jahr wird die 1953 erbaute Turn- und Sporthalle 60 Jahre alt. Das Größte und Einmalige waren seinerzeit die Eigenleistung von 18.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, in der heutigen Zeit nicht mehr denkbar, so Franz Seibold. Die Halle selbst wurde2.Vorstand - Wilhelm Schiele damals mit 288.000 DM abgerechnet; für die Zeit vor 60 Jahren ein enormer Betrag. Einschließlich des Neubaus der Gymnastikräume wurden von 1959 bis 2012 in die Turn- und Sporthalle zu deren Erhaltung 1.355 000 Euro investiert. Dies alles, hob der TSV-Vorsitzende hervor, war seit vielen Jahren nur mit einem starken und erfolgreichen Vorstandsteam möglich.

Franz Seibold selbst durchschritt alle Ehrenamtsbereiche im TSV. Vom Mitglied im Wirtschaftsausschuss im Jahr 1962, über Kassier, 2. Vorsitzender wurde er 1993 an die Spitze des Vereins gewählt. „Ein Jahr werde er dieses Amts noch ausüben, dann soll ein Nachfolger die Vereinsführung übernehmen“, so Seibold‘s Vorausschau.

1.Kassierer - Willi SorgNach dem ersten Schritt zur Sanierung des städtischen Stadions bleibt zu hoffen, dass die 400-m-Kunststoffrundbund 2014/2015 ebenfalls nachgerüstet wird, nur so können wieder ein Gaukinderturnfest oder ein leichtathletische Veranstaltung durchgeführt werden.

Neben der Nachwuchsförderung, die einige Sorgen bereitet, müsse ein weiteres Augenmerk auf den Seniorensport gerichtet werden. Letzterer hat erhebliche Zuwachsraten zu verzeichnen, mit denen auch die Sporthalle noch besser ausgelastet werden kann, so der Hinweis von Franz Seibold. Als Verein mit eigenen Sportanlagen fordert er von der Stadtverwaltung einen Gerechtigkeitsausgleich. „Wir hoffen, dass uns die Stadt unter die Arme greift“. Nach wie vor werde und müsse die Eigeninitiative beim TSV im Vordergrund stehen. Was den Mitgliedsbeitrag betrifft werde es künftig erforderlich sein, monatlich 10 € zu erheben. Auch die Kooperation mit anderen Vereinen bzw. Zusammenschlüsse werde früher oder später ein Thema für die Sportvereine sein.

Teilnahme an der Mitgliederversammlung2013Auch nach Beendigung seiner über 50-jährigen Ehrenamts-Karriere wird Franz Seibold bereit sein, im wirtschaftlichen Bereich seine Erfahrung der neuen Vorstandschaft anzubieten, so der Sprecher zum Abschluss seiner Ausführungen.

Ausführlich berichtete Kassierer Willi Sorg über die Vereinsfinanzen, die den Mitgliedern per Präsentation erläuterte. Die erzielten Leistungen konnten nur mit größter Sparsamkeit erreicht werden. Um weiterhin die Einnahmeseite zu verbessern, benötigt der TSV auch weiterhin die Durchführung von Veranstaltungen.

Zweiter Vorsitzender Wilhelm Schiele ging in seinem Finanzbericht auf den ideellen Bereich, die Vermögensverwaltung, den Zweckbetrieb und den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb im TSV ein.3.Vorstand & Sportkoordinator - Karl-Heinz Vandrey

„Das Jahr 2012 stand im Zeichen einer engen Finanzsituation“, so dritter Vorsitzender und Sportkoordinator Karl-Heinz Vandrey. Nachdem die Braunenberg-Hauptschule in das Talschul-Zentrum verlegt wurde, sind Übungsstunden für den Schulsport in der TSV-Sporthalle weggefallen und damit auch nicht unwesentliche Nutzungseinnahmen. „Die Stadt ziehe sich immer mehr aus der Verantwortung zurück, mit Partnerschaft habe dies nichts mehr zu tun“, machte Karl-Heinz Vandrey deutlich.

Im sportlichen Bereich nannte er die Erfolge von Leichtathlet Simon Vandrey im Speerwurf, den Aufstieg der HG-Damen in die Landesliga, den württembergischen Meistertitel durch die TGW-Mädels im Geräteturnen und die Erfolge verschiedener Gruppen beim Landesturnfest in Heilbronn. Für die Frauengymnastik konnte, nach dem Ausscheiden von Lore Hafner, mit Anneliese Bolsinger eine neue Übungsleiterin gewonnen werden. Vier Übungsleiterinnen des TSV wurden mit dem „Pluspunkt Gesundheit DTB“ ausgezeichnet und der Tischtennis-Abteilung gelang es erstmals, sich in der 32-jährigen Geschichte ihres Zweier-Mannschafts-Turniers den Wanderpokal in der Vereinswertung zu sichern. Vandrey dankte allen, die durch ihre Mithilfe dazu beigetragen haben, dass die Vereinskasse zusätzliche Unterstützung erfuhr.

Walter Seiler, der mit Irene Römer das umfangreiche Kassenwerk geprüft hatte, bestätigte die sehr akribische Führung durch Willi Sorg.

Geschäftsstelle - Christine VandreyGrußworte

Aalens Sportbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher bestätigte die Richtigkeit der Forderung nach einem Sportentwicklungskonzept insbesondere unter dem Blickwinkel der Bevölkerungsentwicklung in Verbindung mit den Sportstätten. Aalen hat gute Sportförderrichtlinien, die aber trotzdem in Auge behalten werden müssen. Der Sprecher versicherte dem TSV als einem der ganz großen Vereine im Stadtgebiet: „Wo die Stadt helfen kann, wird sie dies tun“.

Mit Zufriedenheit konnte Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam berichten, das der erste Sanierungsabschnitt des Spiesel-Stadions abgeschlossen ist. Die Wichtigkeit des „amtstreuen Vorstands“ hob die Sprecherin besonders hervor.

Die Grüße des Stadtverbandes für Sport und Kultur Wasseralfingen überbrachte Vorstandsmitglied Fritz Rodenstock. Der TSV ist nicht nur ein großer und bedeutender Verein, er hinterlasse auch nach außen hin mit seiner schmucken Anlage ein sehr guten Eindruck. Die Arbeit des TSV im Stadtverband ist ganz besonders erwähnenswert, hierauf können die Mitglieder stolz sein, so Fritz Rodenstock.

Der von Andrea Hatam beantragten Entlastung entsprach die Versammlung ohne Einwendungen.Geehrte des TSV 1848 e.V. Wasseralfingen

Ehrungen

Zusammen mit seinen Vorstandskollegen konnte Franz Seibold zahlreiche Mitglieder für ihre Vereinstreue ehren. Für jeden der Geehrten hatte der Vorsitzende eine kleine Laudatio parat:

25 Jahre: Peter Bolsinger , Ute Dassler , Andrea Hatam, Gerold Mayer, Brigitta Poluha, Alfred Schort,  Peter Thaler und Maria Weiss.

40 Jahre: Gisela Kainzbauer, Hubert König, Maria Rieger, Edeltraud Schnellinger, Edda Uhl, Kristina Wiedenmann, Volker Wiedenmann und Carla Zimmerer.

50 Jahre und Ernennung zum Ehrenmitglied: Wolfgang Carl, Heinz-Jürgen Scholz und Herta Weiss

60 Jahre: Gretl Mischak und Georg Stegmaier.

70 Jahre: Franz Starz

Wahlen:

1.Vorsitzender – Franz Seibold (bis 2014)

2.Vorsitzender – Wilhelm Schiele (bis 2014)

3.Vorsitzender – Karl-Heinz Vandrey (bis 2015)

Technischer Leiter – Jürgen Heberling (bis 2015)

Kassenprüfer – Irene Römer und Walter Seiler (bis 2015)

Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig. Auch die Mitglieder des Haupt- und Ehrungsausschusses wurden ohne Einwendungen bestätigt. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung stellte Webmaster Daniel Bürgermeister die seit 25. Dezember 2012 im Internet vertretenen Homepage des TSV vor.

Manfred Höflacher

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